ewigkeitsmOMENte, Photoausstellung, Karin Muehlenberg

 

 

 



EWIGKEITsmOMENte
Symbole für zeitlose Kraft

Bei meinen vergangenen Reisen haben mich Momente berührt, die ich für die Zukunft als Fotos festgehalten habe, um sie mir zu späteren Zeitpunkten zu vergegenwärtigen.
Vergangenheit, Zukunft, Gegenwart. Reale Situationen, die nicht wiederholt werden können und, die durch gleichzeitige Gegensätze sprechen:
Hell und Dunkel
Mehrfarbigkeit und Einfarbigkeit
Nähe und Tiefe
Schärfe und Unschärfe
Bewegtheit und Unbeweglichkeit
Natur und Mensch
Gewaltigkeit und Ruhe.


In diesen Momenten selbst traf ich auf Vergangenheit, Zukunft, Gegenwart. Mir war, als sei mir die Ewigkeit begegnet. Also eine Macht, die keine Zeitgrenzen kennt und sie damit relativiert. Eine Macht, die durch Weite, Bewegung und Standhaftigkeit solche Empfindungen wie Kraft, Freiheit und Schönheit vermittelt. Die läßt sich mit den Augen fühlen.


Wie relativ Zeit ist, das vermittelt das Foto "Wüstenzeitveränderung". Die Uhrzeit spielt in der Wüste keine Rolle. Nur einen Schritt weiter gegangen ist es schon eine halbe Stunde später. Ob das die Kängurus wissen?


Wie relativ Zeit ist, das zeigen die Fotos, die Bewegtes dauerhaft festgehalten haben: eine fliegende Möve in "FrauenMeerPicknick", "Nebelschwaden" über dem Wasser, Wolken in "WolkenFeder". Erinnerungen und Fotos können unscheinbare Momente einfangen, die zum Verschwinden geboren sind und doch eine andauernde Schönheit in sich tragen.


Wie relativ Zeit ist, das dokumentieren die Fotos, die scheinbar Unbewegliches festgehalten haben: Bäume in "Baumkontrast" oder Berge in "Segelboote". Die Bewegungen, Veränderungen werden erst im Vergleich, nach langer Zeit deutlich.


Wie relativ Zeit ist, das zeigt auch das enge Beieinander von Unbeweglichem und Verschwindendem, von sich Verflüchtigendem und Langandauerndem: "Schattenspiele", die sich neben Aborigine-Zeichnungen zeigen oder Wolkengebilde an Bergen. Und welchen Stellenwert ein Mensch darin hat, darüber lässt sich beim Foto "Menschrelation" sinnieren.


Manche Fotos laden dazu, in sie hinein zu spazieren. Andere Fotos kommen einem entgegen. Es sind Fotoaufnahmen, die die abstrakten Malereien von Natur und Zufall, von flüchtigen Momenten und lang andauernden Naturformationen nicht nur als Augenblicksperlen eingefangen haben. Die Momente scheinen viel mehr einer Unendlichkeit entliehen und drücken sich als Symbole für wiederkehrende Kraft aus.
Etwas im Menschen Verborgenes wird in Schwingungen, alle Sinne in Bewegung versetzt und es entsteht eine Ahnung von größeren Zusammenhängen.


Ob bewegt oder konstant -
da ist eine Macht,
die weitere Kraft verschafft.

Karin Mühlenberg

 


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